Wertgeschätzt: Initiative für BGF in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen

35 Betriebskrankenkassen haben sich 2019 auf Basis des Pflegepersonal-Stärkungsgesetzes zusammengeschlossen, um die Initiative „Wertgeschätzt” ins Leben zu rufen.
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Hohe Belastungen im Pflegesektor

Lange Arbeitszeiten, wenig Pausen, körperliche Belastung, Frust und wenig Wertschätzung – so erfüllend die Arbeit mit Menschen auch sein kann, bringt sie für Beschäftigte in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen viele Herausforderungen mit sich. Um diese zu meistern, ist die Förderung der eigenen Gesundheit unerlässlich. Und das nicht nur für Pflegekräfte selbst. Im Pflege- und Kliniksektor gehören Gesundheit und Wohlbefinden der Beschäftigten die entscheidenden Erfolgsfaktoren für eine qualitativ hochwertige Versorgung – und leistungsfähige Institutionen.

BGF nachhaltig verankern, Wertschätzung fördern

Die Initiative „Wertgeschätzt” wurde von mehr als 30 Betriebskrankenkassen (BKK) ins Leben gerufen, um die Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen nachhaltig zu stärken. Das Netzwerk berät Einrichtungen bei der gesundheitsförderlichen Gestaltung der Arbeitsbedingungen und stärkt gleichzeitig die persönlichen Kompetenzen der Mitarbeitenden. In Zeiten des Fachkräftemangels wird es für Einrichtungen zusehends existenzieller, Mitarbeiter durch eine gesunde Unternehmenskultur zu gewinnen und langfristig zu binden. Die Initiative „Wertgeschätzt” leistet hierzu einen strategischen und nachhaltigen Beitrag.

 

Der Faktor „Wertschätzung” steht dabei im Zentrum der BGF. Denn: Sie steht in direktem Zusammenhang mit Arbeitszufriedenheit, Motivation und Gesundheit. Sie ist ein wichtiger Faktor, um Frust und Resignation, ja sogar Krankheit und der endgültigen Berufsaufgabe entgegenzuwirken. Die Initiative setzt hier gezielt an, in der Führung und innerhalb der Unternehmenskultur. Basis der Initiative ist das Pflegepersonal-Stärkungsgesetz (PpSG). Nach diesem müssen gesetzliche Krankenversicherungen mindestens 1,00 Euro je Versicherten für Gesundheitsförderung in Kliniken und Pflegeheimen investieren.

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Angebote der Initiative für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen

Das Angebot der Initiative umfasst ein breites Spektrum an Maßnahmen, die speziell auf die verschiedenen Berufsgruppen in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen ausgerichtet sind:

 

  • BGM-Prozessbegleitung: Einrichtungen bekommen eine beratende Person an die Seite gestellt, um ein internes BGM zu implementieren oder weiterzuentwickeln.

 

  • BGM-Netzwerk: Bietet BGM-Verantwortlichen aus Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen die Möglichkeit, sich mit anderen Einrichtungen zu verbinden.

 

  • BGM-Fortbildungen: Kostenlose Weiterbildungen für BGM-Verantwortliche in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen – von BGM-Grundlagen bis hin zu vertiefenden Impulsen zu Kommunikation, Moderation oder Vielfalt.

 

  • Einmal pro Jahr veranstaltet die Initiative eine digitale Gesundheitswoche für Nachwuchskräfte, Pflegeschüler:innen und Azubis im Klinik- und Pflegesektor.
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Erfolgsgeschichten der Initiative
  • 1 | 3
    Klinikum Garmisch-Partenkirchen
    Gemeinsam mit „Wertgeschätzt” entwickelte die Klinik ihr BGM weiter. Dabei hat sie viele Angebote umgesetzt – von gesunder Führung in der Küche bis hin zu Themenmonaten, Ergonomie- und Rauchfreiaktionen.
  • 2 | 3
    Altenzentrum St. Konrad
    Die Pflegeeinrichtung führte eine Bedarfsanalyse mittels Interviews und Workshops durch. Die Pflegekräfte fungierten hier als Expert:innen ihres Arbeitsalltags und ihrer eigenen Gesundheitsbedürfnisse.
  • 3 | 3
    Alloheim Seniorenresidenz in Bramsche
    In Kooperation mit „Wertgeschätzt” veranstaltete die Einrichtung einen Gesundheitstag für Pflegemitarbeiter:innen. Die Angebote reichten von gesunder Ernährung bis hin zu einem S3-Check der Körperhaltung und Sensomotorik.
Strukturierter Prozess bis zur Umsetzung

Die Umsetzung in den teilnehmenden Einrichtungen folgt einem standardisierten, strategischen Ablauf. Zum Auftakt wird in jedem Haus ein BGM-Beratungsgespräch durchgeführt, um den aktuellen Status zu erfassen, zu analysieren und in das neue, wertschätzende Gesamtkonzept einzubetten. Anschließend steuert ein Gremium die individuellen Maßnahmen zur Durchführung. Dies stärkt nicht nur die Identifikation der Beschäftigten mit ihrem Arbeitgebenden, sondern steigert auch die Attraktivität der Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen auf dem Arbeitsmarkt – sowohl nach innen als auch nach außen.

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